Eine Erfindung ist kein Zufall, sondern kann gelernt sein. Im Rahmen des Moduls Innovationsmanagement und hinsichtlich der bevorstehenden Masterarbeit, setze ich mich mit diesem Thema intensiv auseinander. Dies ist für einen technischen Ingenieur gar nicht so einfach, bin ich doch stark befangen von technologischen Machbarkeitsüberlegungen.
Die Worte von Steve Jobs “If today were the last day of my life, would I want to do what I am about to do today?” bringen mich zur Überzeugung “Ich habe nicht einen Tag meines Lebens gearbeitet. Es war alles Spass.” und las auf Empfehlung eines Studienkollegen das Buch “Das Edision Prinzip”. Nachfolgend einige interessante Aussagen aus dem Buch, die bei neuen Ideen sehr zentral sind.
Kreativität
Chancen zu erkennen, die andere nicht sehen – das ist der erste Schlüssel zu mehr Kreativität. Je mehr Chancen ich zu Beginn sehe, desto mehr Wege werde ich zu neuen Ideen finden. Und je mehr Wege ich finde, desto mehr Ideen kann ich entwickeln.
Vorgehensweise (Optimal wäre ein Innovationsprozess)
- Erfolgschancen erkennen: Was sind die Schwächen der Glühbirne? Wie könnte sie noch besser und haltbarer sein?
- Denkautobahn verlassen: Welche unterschiedlichen Möglichkeiten gibt es, diese Schwachpunkte zu verbessern? Welche neuen Wege habe ich noch nicht ausprobiert?
- Inspirtationen suchen: Welche Materialien gibt es noch? Wo gibt es Ideen, die ich übertragen kann?
- Spannung erzeugen: Wie kann ich neue Ideen durch neue Kombinationen entwickeln?
- Ordnen und optimieren: Ist das Konzept wirklich schon das beste? Gibt es nicht doch noch ein besseres?
- Nutzen maximieren: Wie können wir mit der Neuentwicklung unseren Vorsprung ausgbauen? Wie können wir das Gesamtsystem verbessern.
Fragetechniken
Um Schwächen des Produktes aufzudecken, kann auch eine Frage gestellt werden: Was kann das Produkt NICHT?
Man nehme eine Tabelle. Schreibe in die erste Spalte eine Assoziation. In der zweiten Spalte eine daraus formulierte Frage, die mit den Worten: “Wie können wir …? oder “Wie kann ich …?” beginnt. Die Frageform hat eine psychologische Wirkung. Das Gehirn wird regelrecht aufgefordert, kreativ zu werden.

Problemansatz
Ein Problem sieht nur aus der gleichen Perspektive immer gleich aus. Wenn die Sachlage aus einer anderen Perspektive betrachtet wird, sieht man es anders.

Fragen entwickeln…

und diese zu generellen Fragen umformulieren.

Abschliessend können noch Inspirationsquellen dazugenommen werden.

Ideenumbennenung
Mit vielen Ideen kann man zunächst einmal nicht viel anfangen. Deshalb werden die absurden Ideen durch Umbennen, Verändern und Weiterentwickeln wieder in den Bereich des Möglichen zurückgeführt:
Umbennen: Können Sie der Idee einen anderen Namen geben, sodass sie attraktiv wird?
Verändern: Lassen sich die Idee oder TEile der Idee so verändern, dass die Idee in ein positives Denkschema passt?
Weiterentwickeln: Ist es möglich, die Idee so weiterzuentwickeln, dass sie möglich statt unmöglich ist?
Einige Beispiele…
Unmöglich: Reisen zu Naturkatastrophen
Variation: Umbenennen
Möglich: Vulkanreisen unter dem Motto “Faszination Erde”
Unmöglich: Reisen in Kriegsgebiete
Variation: Verändern
Möglich: Reisen unter dem Motto “Orte, die Geschichte machen”
Unmöglich: Alkoholiker Reisen
Variation: Verändern
Möglich: Wein-Reise in die Toskana, Reise zu Whisky-Destillerien nach Schottland
Fragen?
Mehr zu diesem Thema erhälst du bei Anfrage per Kontaktformular. Vergiss aber nicht! Wenn du eine geniale Idee hast, dann musst du diese lieben. In dir muss das Feuer ausbrechen!